Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch

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Dr. Wolfgang H. Koch ist seit 1978 als Zahnarzt in Herne tätig und gilt als Pionier der Ganzheitlichen Zahnmedizin sowie Oralen Medizin. Als Experte für Umwelt-Zahnmedizin verbindet er seine jahrzehntelange klinische Erfahrung am Standort Herne mit modernsten biologischen Verfahren wie Ozon-Therapie und PRF, um die Ursachen chronischer Leiden im Kiefer nachhaltig zu beheben, Dr. Koch Zahnarztpraxis, Herne www.praxis-dr-koch.de,

Welche Hausmittel helfen bei Zahnfleischentzündung?

Eine starke Immunabwehr hilft Entzündungs-Bakterien zu bekämpfen. Deshalb hilft alles, was die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt: Bewegung an der frischen Luft, gesunde Ernährung, Verzicht auf Nikotin, Alkohol und Zucker und gezielte Vitamin- und Mineralstoffgaben.

Auch Behandlungen mit Heilpflanzen wie Sonnenhut oder Brennnessel stärken die Immunabwehr.

Bei akuten Zahnfleischentzündungen sind Mundspülungen mit Salbeitee (ein Teelöffel Salbeiblätter mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen) zu empfehlen. Er enthält antibakterielle, ätherische Öle, die bei der Zahnfleischentzündung sehr hilfreich sind. Salbei regt allerdings zu Kontraktionen der Gebärmutter an und hemmt den Milchfluss, deshalb sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit stattdessen Kamillentee zur Linderung der Entzündungsbeschwerden angewandt werden.

Auch die Homöopathie hält verschiedene Mittel zur Behandlung von Zahnfleischentzündung bereit: z.B. Lösungen mit Zinn- oder Johanniskraut oder mit Walnussblättern. Zur Herstellung einer Lösung übergießen sie einen gehäuften Teelöffel mit kochendem Wasser, lassen die Lösung 30 Sekunden ziehen und gurgeln mehrmals täglich damit.

Bereits blutende und schmerzende Stellen können direkt mit einer Tinktur aus Blutwurz behandelt werden: Dazu tauchen Sie ein Wattestäbchen in die Flüssigkeit und tupfen diese auf die empfindliche Stelle.
Die genannten Hausmittel können auch bei Kindern angewandt werden.

Ebenfalls Gewürze können bei einer Entzündung helfen:
Es eignen sich Nelken oder Eichenrinde besonders gut: In einem Topf mit etwas Wasser werden die Nelken oder die Eichenrinde über einen längeren Zeitraum ausgekocht. Der mit Wasser verdünnte Sud ist dann als Mundspülung verwendbar.

Auch Meersalz kann sehr gut gegen jede Art von Entzündung zum Einsatz kommen: Dazu 1/8 Teelöffel Meersalz pro Glas in Wasser auflösen, um eine Spülung zuzubereiten.

Wer Nelken- oder Teebaumöl im Haus hat, sollte das Öl mit Wasser vermengen und damit spülen. Aber immer gilt die Regel bei entzündetem Zahnfleisch – die Spüllösung darf nicht heiß und auch nicht kalt sein.

Was unterscheidet die aggressive Parodontitis von der chronischen Parodontitis?

Die marginale Parodontitis ist eine vom Zahnfleischsaum ausgehende bakterielle Entzündung des Parodontiums. Wegen ihres langsamen und langen Krankheitsverlaufs wird diese Form der Erkrankung als chronische oder auch schleichende Parodontitis bezeichnet.
Eine seltenere Form der Parodontitis ist die aggressive Parodontitis.

Im Unterschied zur schleichend chronischen Parodontitis ist der Krankheitsverlauf einer aggressiven Parodontitis sehr schnell. Schon nach kurzer Erkrankungsdauer kann es zu umfangreichem Kieferknochenverlust kommen. Tritt die chronische Parodontitis meist erst im Erwachsenenalter auf, so kann die aggressive Parodontitis schon Kinder (juvenile Parodontitis) betreffen.

Röntgenbilder zeigen den Knochenverlust an scharfkantigen vertikalen Kratern entlang der Wurzeloberfläche, die durch den schnell fortschreitenden Verlauf entstanden sind. Weiterlesen

Menstruationszyklus beeinflusst das Zahnfleisch

Der Zustand des Zahnfleisches verändert sich unter dem Regelzyklus der Frau. Der Entzündungsgrad ist zum Zeitpunkt der Ovulation signifikant erhöht, wie israelische Wissenschaftler in einer Studie feststellten. Der Zusammenhang zwischen Östrogen-/ Progesteronspiegel und Parodontalgesundheit war schon Gegenstand einiger Untersuchungen, so wurde u.a. der Einfluss von Schwangerschaft und oralen Kontrazeptiva auf den Zahnhalteapparat untersucht.

Viele Frauen berichten auch von Beschwerden und Reizzuständen des Zahnfleisches innerhalb des Menstruationszyklus. Dieser Sachverhalt wurde von Forschern der Universität Haifa genauer analysiert. Bei 18 parodontal gesunden Frauen vor der Menopause wurden während der Ovulation, vor und während der Menstruation verschiedene parodontologische Parameter untersucht.

Ergebnis: Der Entzündungsgrad war vor der Menstruation und zum Zeitpunkt der Ovulation deutlich erhöht im Vergleich zur Menstruation.

Welche Faktoren spielen bei der Entwicklung einer Parodontitis eine wesentliche Rolle?

Parodontitis ist eine komplexe Erkrankung des Zahnhalte-Apparates, zu deren Entstehung und Verlauf viele Faktoren beitragen. Allgemein kann man sagen dass das Verhältnis der Bakterien in unserer Mundhöhle zu unserem Immunsystem gestört ist, was zu Entzündungsreaktionen führt. Die Bakterien in unserer Mundhöhle gehören aber zu unserem Organismus ebenso wie Darmbakterien,. Stimmt die Ökologie der Mundhöhle, schützen sie uns z.B. vor Pilzinfektionen. Die wichtigsten Faktoren, die diese Ökologie der Mundhöhle stören, sind mangelnde Mundhygiene, Nikotinkonsum und ein schlecht eingestellter Diabetes. Alle anderen Faktoren sind i.d.R. nachgeordnet.

Eine Parodontitis heilt nie mehr völlig aus – stimmt diese Aussage?

Von allein heilt eine Parodontitis nicht aus. Wird eine Parodontitis-Therapie durchgeführt, gelingt es, entzündungsfreie Verhältnisse herzustellen. Allerdings wird der bereits zerstörte Anteil des Zahnhalte-Apparates nicht wiederhergestellt. Daher ist es wichtig, eine Parodontitis möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. Außerdem bleibt das Erkrankungsrisiko bestehen, so dass die Erkrankung wieder auftritt bzw. weiter fortschreitet, wenn nicht eine intensive Nachsorgetherapie angeschlossen wird. Sie ist die wichtigste Voraussetzung für einen dauerhaften Therapie-Erfolg. Weiterlesen

Alkohol und Parodontose

Eine Forschergruppe der Universität Sao Paulo (Brasilien) untersuchte die Zusammenhänge zwischen der Häufigkeit des Alkoholkonsums und dem Auftreten einer Parodontose. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass eine erhöhte Anfälligkeit des Zahnfleisches bei Alkohol-Konsumenten vorliegt, dass ein häufiger und regelmäßiger Alkoholkonsum die Wahrscheinlichkeit für Parodontose erhöht.

Parodontitis und Erkrankung der Nasennebenhöhlen

Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Affektionen der Kieferhöhlen bei Parodontitis-Patienten häufiger beobachtet werden als bei parodontal gesunden Personen. Im Zusammenhang mit einer Parodontitis können vermehrte zystische Veränderungen, basale Schleimhautverdickungen oder Asymmetrien der Kieferhöhlen auftreten. Häufig handelt es sich dabei lediglich um asymptomatische Zufallsbefunde, die Aufklärungsbedarf implizieren. Panoramaschichtaufnahmen von Parodontitis-Patienten sollten gründlich auf Zufallsbefunde im Bereich der Kieferhöhlen durchmustert werden. Gegebenenfalls sind präzise digitale Volumentomogramme zur weiteren Abklärung erforderlich.

Den möglichen Auswirkungen einer Parodontitis auf die Nasennebenhöhlen wurde bisher nur vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt. Dies ist aus mehreren Gründen überraschend: Weiterlesen

Hilft eine spezielle Zahnpasta bei Parodontose?

Oder sollte auf bestimmte Zahnpasten bei Parodontitis verzichtet werden?

Eine bakterielle Zahnfleischentzündung (Parodontitis) kann keine Zahnpasta oder Zahncreme heilen. Blutet das Zahnfleisch oder liegt bereits eine Zahnfleischentzündung vor, hilft nur ein Besuch beim Zahnarzt.

Geeignete Zahnpflegeprodukte können aber die Beschwerden kurzfristig lindern und die Parodontitisbehandlung bei guter Mundhygiene unterstützen. Wichtig ist, dass auch bei Schmerzen oder Zahnfleischbluten die Zahnreinigung nicht vernachlässigt wird. Eine weichere Zahnbürste kann oft schon helfen, starkes Bluten zu vermindern. Bei empfindlichem Zahnfleisch empfiehlt sich sanftes, vorsichtiges Putzen mit einer elektrischen Bürste und weichen Borsten.

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Ist eine Plasma-Behandlung bei einer Parodontose sinnvoll?

Die Plasma-Therapie ist eine gezielte Therapie gegen Parodontitis. Medizinisches, hochwirksames Plasma (medizinischer Sauerstoff) wirkt direkt am Krankheitsherd. Es eliminiert in der Tiefe der Zahnfleischtaschen auf biologische Weise die Parodontitis-Keime. Dies ist möglich, da die Parodontitis-Keime anaerob sind, das heißt, dass ihr Stoffwechsel durch Sauerstoff gehemmt wird und sie sogar in sauerstoffhaltiger Umgebung absterben. Die Behandlung ist schmerzfrei und schnell.

Durch die gezielte Plasmabehandlung kann auf die Gabe von Antibiotika meist verzichtet werden.
Der Patient erfährt bereits häufig nach der ersten Plasmabehandlung eine deutliche Linderung seiner Beschwerden.
Obwohl die unterstützende Wirksamkeit von Plasma und seiner präventive Wirkung inzwischen bewiesen ist, müssen Kassenpatienten die Behandlung privat zahlen.

Die Zusatzleistung einer Plasmabehandlung kostet je nach Aufwand und Schwierigkeitsgrad zwischen 10,- und 25,- Euro pro zu behandelndem Zahn. Bei privaten Versicherungen kann die Plasmabehandlung als Analogposition abgerechnet werden, eine Erstattung der Kosten ist möglich aber nicht gewährleistet.

Viele Menschen sind bereits resistent gegen Antibiotika oder reagieren häufig mit Allergien auf Antibiotikagaben. Gerade bei Patienten, die auf Antibiotika verzichten wollen oder müssen, empfiehlt sich die Plasmabehandlung. Selbst schwere Parodontitisinfektionen können so zielgerichtet antiinfektiös therapiert werden. Das entzündete Zahnbett heilt nachweislich unter regelmäßiger, antiinfektiöser Plasmatherapie, gegebenenfalls mit einer ergänzenden, heilenden Laserlicht-Therapie gekoppelt, leichter und schneller.

Was unterscheidet eine apikale Parodontitis von einer chronischen Parodontitis?

Die apikale Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung an der Wurzelspitze eines toten Zahnes. Die Bakterien gelangen über einen entzündeten Wurzelkanal zur Wurzelspitze. Nach und nach wird das Zahninnere (der Zahnnerv und die Blutgefäße) durch die Bakterien infiziert. In vielen Fällen ist dies Folge einer fortgeschrittenen Karies. Der Zahn stirbt ab und wird als devitaler oder toter Zahn bezeichnet.

Ein pulpatoter Zahn kann Auslöser vieler Erkrankungen sein:

  • Rheumatische Erkrankungen,
  • Allergien,
  • Neuralgien und
  • ständig wiederkehrende Entzündungen einzelner Organe

können durch einen toten Zahn verursacht worden sein.

Ein toter Zahn kann mit Hilfe einer Klopf- und Vitalitätsprobe diagnostiziert werden.
Manchmal ist ein toter Zahn besonders klopfempfindlich. Reagiert der Zahn aber bei der Vitalitätsprobe auf einen Kältetest am Zahn, so ist dies ein Hinweis darauf, dass der Nerv noch lebt. Eine neue Röntgentechnik ermöglicht heute die sichere Diagnose eines toten Zahns.

Durch die moderne Methode der Endodontie ist es heute möglich, eine Wurzelkanalbehandlung ohne Gefahr für die Gesundheit durchzuführen. Ein toter Zahn kann heute bakterien- und keimfrei im Mund belassen werden.

Die Parodontitis chronica meint die marginale Parodontitis. Die marginale Parodontitis geht nicht von der Wurzelspitze aus, sondern vom Zahnfleischsaum. Sie ist die umgangssprachlich als Parodontose bezeichnete bakterielle Infektion des Zahnhalteapparats.

Ist eine Parodontosebehandlung mit Laser sinnvoll?

Eine Parodontosebehandlung mit Laser ist sinnvoll, bietet sie doch eine zusätzliche Sicherheit.
Die moderne Lasertechnik ermöglicht eine schonende und wirksame Behandlung von Parodontalerkrankungen.
Durch die bakterienabtötende Wirkung des Laserlichts können Parodontitis-Patienten nahezu schmerzfrei behandelt werden. Nach einer gründlichen Reinigung der Zähne wird eine dünne Lasersonde bis zum Boden der keimbesiedelten Zahnfleischtasche geführt. Dort tötet das Laserlicht die aggressiven Parodontitiskeime restlos.

In einzelnen Fällen kann eine Laserbehandlung sogar unbedingt notwendig sein:

  • Bei Zähnen mit mehreren Wurzeln,
  • bei komplizierten oder besonders tiefen Taschen,
  • bei immer wiederkehrenden Entzündungen oder
  • bei massiven Entzündungen mit besonders aggressiven Bakterien

ist eine Laser-Behandlung unabdingbar. Hier erlangt man eine zusätzliche Sicherheit durch die gezielte Laser-Behandlung. Die Zahnfleischtaschen werden durch das Laserlicht absolut keimfrei gemacht und nur so kann eine dauerhafte Gesundung erreicht werden.
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Laser-Therapie die Heilungschancen der Parodontitis erheblich verbessern. Ein erneuter Parodontitisschub kann so verzögert oder sogar verhindert werden.
Die Kosten für eine Laserbehandlung liegen je nach Aufwand und Schwierigkeitsgrad bei 10,- bis 25,- Euro pro zu behandelndem Zahn.

Was tun bei Zahnfleischbluten oder einer Zahnfleischentzündung?

Zahnfleischbluten kann eine kleine, unbemerkte Verletzung als Ursache haben. In diesem Fall klingt die Blutung nach etwa einer Woche von selbst ab.
Regelmäßiges und andauerndes Zahnfleischbluten kann der erste Hinweis auf eine bakterielle Zahnfleischentzündung (Parodontitis) sein.
In keinem Fall sollte die Mundpflege wegen des Zahnfleischblutens unterbrochen werden. Auch ist von Mundspülungen mit frei erhältlichen Mundspüllösungen abzuraten.

Um regelmäßiges Zahnfleischbluten zu behandeln, ist immer ein Zahnarztbesuch notwendig.

Eine professionelle Zahnreinigung steht bei der Behandlung von Zahnfleischbluten an erster Stelle.
Stellt der Zahnarzt aber eine bakterielle Infektion fest, sollte schnell gehandelt werden.
Mit einem Keim-Gentest können die krankmachenden Parodontitis-Bakterien identifiziert werden, so dass eine gezielte Bekämpfung möglich wird.
Die Behandlung der Zahnfleischentzündung beginnt mit einer gründlichen Reinigung der Zahnfleischtaschen. Eine Plasma- oder Laser-Therapie kann die Behandlung unterstützen. Beide Therapieformen reduzieren auf biologische Weise die Parodontitiskeime deutlich. So können auch kleinste Bakterienreste schmerzfrei entfernt werden.
Nachsorgebehandlungen und regelmäßige Kontrolltermine sowie eine vierteljährliche professionelle Zahnreinigung beugen einer Wiedererkrankung vor.

Neue Rolle in der Regelversorgung

Eine Früherkennung in der zahnärztlichen Praxis ist möglich, um beispielsweise Komplikationen des Diabetes wie Nierenschäden, Schlaganfälle und Herzinfarkte zu vermeiden. Wenn die Kooperation zwischen zahnärztlich, hausärztlich und internistisch tätigen Medizinern gelingt, werden Patienten hinsichtlich verbesserter Früherkennung, Behandlung und Prognose profitieren.

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