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16.05.2013
Interdisziplinäre Versorgung nötig?
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13.03.2013
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25.02.2013
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Gibt es das Parodontitis-Gen?
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Die wissenschaftliche Forschung der letzten Jahre hat sich nicht nur mit der Entstehung der Parodontitis beschäftigt. Mittlerweile gibt es zahlreiche Studien, die sich mit dem Einfluss der Erkrankung auf den gesamten Organismus beschäftigen. Danach darf die Parodontitis nicht mehr länger als eine isolierte Erkrankung des Zahnfleisches betrachtet werden, sondern immer als Hinweis auf eine generelle Erkrankung des Patienten. Zusammenfassen lässt sich das in der Aussage: "Nicht die Mundhöhle allein erkrankt, sondern der ganze Mensch".

Welche Wechselwirkungen zwischen der Mundgesundheit und der allgemeinen Gesundheit des gesamten Körpers bestehen, ist heute Gegenstand zahlreicher medizinischer Forschungsprojekte. Dabei geht es zunehmend um die Frage, inwieweit Zahnbetterkrankungen (Parodontitis) einen eigenständigen Risikofaktor für andere Erkrankungen darstellen. Auslöser vieler Allgemeinerkrankungen sind Entzündungsherde im Körper, die auch durch Bakterien aus der Mundhöhle beeinflusst werden. Bei rund 80 % der Deutschen aller Altersgruppen ist das Zahnfleisch entzündet, so die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie. Bei 45 bis 65 % der Erwachsenen ist daraus bereits eine Zahnbetterkrankung entstanden, also eine von außen nicht sichtbare Wunde zwischen dem Zahnfleisch und der Zahnwurzel. Durch diese Wunde können Bakterien aus der Mundhöhle in die Blutbahn gelangen und dadurch an weit entfernten Stellen im Körper Entzündungen auslösen. Dass Patienten, die an Parodontitis leiden, ein erhöhtes Risiko für verschiedene andere medizinische Komplikationen haben, zeigen verschiedene neuere Forschungsarbeiten. Insbesondere atherosklerotische Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sind signifikant häufiger bei Parodontitispatienten als in vergleichbaren Gruppen zu beobachten. Aber auch erhöhte Risiken für Atemwegserkrankungen, bei Diabetes mellitus und sogar Einflüsse auf den Verlauf von Schwangerschaften sind mittlerweile nachgewiesen worden.