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Deutsche Parodontose Hilfe e.V. Herne
Schulstr. 26 / D-44623 Herne
Tel. 0 23 23 / 96 59 05
Fax 0 23 23 / 58 65 5
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Schrift:  |
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News
10.02.2009
Entzündetes Zahnfleisch - Was
kann man diagnostisch tun?
Parodontitis Keimtest - Eine Chance für Ihre
Zähne
In der menschlichen Mundhöhle leben Millionen von Bakterien.
In dem gesunden Spalt zwischen Zahn- und Zahnfleisch befindet sich ein breites
ausgeglichenes Spektrum verschiedenartigster Keime. Kommt es zum Überwuchern
bestimmter bösartiger Bakterienarten („pathogene Keime“) entsteht
eine Entzündung, und das Zahnfleisch schwillt an.
Man spricht dann von einer
Parodontitis. Aus dem engen Spalt wird durch das Ablösen des Zahnfleisches
vom Zahn eine Zahnfleischtasche.
Heute kennt man die speziellen Bakterien, die
eine Parodontitis verursachen. Keime, die eine Parodontitis auslösen können,
kommen in geringer Menge auch in der gesunden Zahntasche vor und sind in kleiner
Anzahl kaum schädlich. Wird jedoch das Immunsystem durch Stress, Infektionen,
Medikamente Hormonschwankungen, Rauchen oder andere Einflüsse gestört,
können sich diese Keime vermehren. Je tiefer die Zahntaschen, desto ungestörter
breiten sie sich aus. Der Körper erkennt ihre Schädlichkeit und bekämpft
sie. Die Folge ist eine Entzündung mit Rötung Schwellung und möglicherweise
Blutung des Zahnfleisches. Bei lang anhaltenden Entzündungen wird auch der
Knochen angegriffen, und es kommt zum Knochenabbau.
Die Infektion des Zahnfleisches
und damit des Zahnhalte-Apparates kann unbehandelt bis zum Zahnverlust führen.
Die Infektion kann auch auf den ganzen Körper übergreifen und sowohl
Reaktionen wie Fieber auslösen, als auch chronische Probleme wie Herz- und
Gefäßerkrankungen verursachen.
Die Parodontitis beginnt schleichend - eine
frühzeitige Erkennung kann Schlimmeres verhindern.
Die zunehmende Besiedelung
der Zahnfleischtaschen mit pathogenen Keimen beginnt schmerzfrei. Schon in frühen
Phasen kann ein Test die pathogenen Markerkeime bereits nachweisen. Anhand des
Testergebnisses kann der Zahnarzt eine beginnende Parodontitis frühzeitig
erkennen und eine gezielte Behandlung einleiten.
Die Untersuchung auf Parodontitis - assoziierte Markerkeime dient der
Auswahl der geeigneten Therapieform.
Ein positives Testergebnis
bedeutet ein erhöhtes Risiko für eine fortschreitende Infektion des
Zahnfleisches. Bei der Auswahl der Therapieverfahren ist es wichtig zu wissen,
welche auslösenden Bakterien in der Zahntasche vorherrschen. Da die fünf
wichtigsten im Test enthaltenen Markerkeime unterschiedlich gut auf Antibiotika
ansprechen, ist vor allem bei medikamentöser Therapie dieses Wissen unerlässlich.
Durch den Markerkeimtest kann eine antibiotische Begleittherapie individuell
nach Verteilung und Zusammensetzung der Keime ausgewählt werden. Nach Beendigung
von Therapiemaßnahmen dient der Test zudem auch der Kontrolle des Behandlungserfolges.
Der Parodontitis-Markerkeimtest ist ein wichtiges diagnostisches Hilfsmittel
für Ihren Zahnarzt im Rahmen der Parodontosebehandlung.
Mit Hilfe des Parodontitis-Markerkeimtestes
können Sie zusammen mit Ihrem Zahnarzt Prophylaxe-Intervalle und Prophylaxe-Maßnahmen
optimieren und somit langfristige Erfolge erzielen Die Probenentnahme erfolgt
völlig schmerzlos. Ihr Zahnarzt entnimmt mit kleinen Papierspitzen etwas
bakterienhaltige Flüssigkeit aus den Zahntaschen. Im Labor wird dann gezielt
untersucht ob und in welchen Mengen die Parodontitis-Markerkeime vorhanden sind.
Quelle: Institut für medizinische Diagnostik Laboratoriumsmedizin – Mikrobiologie - Transfusionsmedizin, Nicolaistr. 22, 12247 Berlin.
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