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Kernergebnisse der 4. Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV/2006) des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ)
Auf einen Blick: Die wichtigsten Ergebnisse der DMS IV Parodontalerkrankungen und Sozialmedizinische Ergebnisse
Parodontalerkrankungen
Deutliche Zunahme: Mittelschwere und schwere Parodontalerkrankungen haben bei Erwachsenen und Senioren seit 1997 um 26,9 Prozentpunkte. bzw. 23,7 Prozentpunkte zugenommen. Grund ist der an sich positive Umstand, dass bei diesen Altersgruppen weniger Zähne durch Karies verloren gehen, die erhaltenen Zähne aber mit zunehmendem Lebensalter ein steigendes Risiko für parodontale Erkrankungen aufweisen.
Betroffenheit weiter Bevölkerungsteile: Parodontalerkrankungen sind weit verbreitet. Unter den Erwachsenen leiden 52,7 % unter mittelschweren und 20,5 % unter schweren Formen der Parodontitis. Bei den Senioren sind 48,0 % von einer mittelschweren und 39,8 % von einer schweren Erkrankung betroffen.
Besondere Risikofaktoren: Schwere Formen der Parodontitis sind bei Männern häufiger als bei Frauen anzutreffen. Rauchen begünstigt Parodontalerkrankungen. Auch ein niedriger Bildungsstatus erhöht das Erkrankungsrisiko. Bei Erwachsenen haben Raucher mit einfacher Schuldbildung im Vergleich zum Durchschnitt der Altersgruppe ein um den Faktor 3,3 höheres Risiko, an einer schweren Parodontitis zu erkranken. Ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und Parodontitis ist festzustellen.
Sozialmedizinische Ergebnisse
Positives Mundpflegeverhalten: 74,2 % der Kinder, 73,4 % der Jugendlichen, 72,8 % der Erwachsenen und 60,6 % der Senioren gaben an, zweimal täglich die Zähne zu putzen.
Regelmäßiger Zahnarztbesuch: 76,0 % der Kinder, 66,2 % der Jugendlichen, 76,1 % der Erwachsenen und 72,2 % der Senioren gehen nach eigenen Angaben regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolluntersuchung. Die Zahnarztbindung ist außerordentlich stark ausgebildet: Durchschnittlich 90 % der Befragten gaben zu Protokoll, dass sie "immer zu demselben Zahnarzt" gehen würden.
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